Größter internationaler Konditorei-Wettbewerb

Finale des Coupe du Monde de la Pâtisserie auf der Sirha 2017


LYON, November 2016.

Am 22. und 23. Januar 2017 treten 22 Länder-Teams aus der ganzen Welt im großen Finale auf der Sirha in Lyon gegeneinander an. Die internationale Fachmesse der Gastronomie bildet die perfekte Bühne für den Coupe du Monde de la Pâtisserie, dem einzigartigen Wettbewerb der Konditoreibranche und ist bereits seit 1989 Austragungsort.

 

Von Mexiko über Indonesien bis Marokko: 12 Länder qualifizierten sich innerhalb der letzten zwei Jahre durch 50 nationale Vorauswahlen und drei Länderentscheide. Die Top 7 des letzten Finales 2015 erhielt ihre Qualifikation automatisch und drei weitere Teams bekamen eine Wild Card zugesprochen. Zu den Finalteilnehmern zählen unter anderem unsere deutschen Nachbarländer Frankreich, Schweiz und Dänemark.

Jedes Team setzt sich aus einem Patissier, einem Chocolatier und einem Glacier zusammen. Das Trio hat für die Zubereitung seiner außergewöhnlichen Kreationen insgesamt zehn Stunden Zeit. Die Herausforderung lautet: Die Herstellung zwölf identischer Desserts auf einer Platte, drei Schokoladendesserts und drei Desserts aus gefrorenen Früchten. Hinzu kommen drei künstlerische Kreationen, wovon eine aus Zucker geformt sein muss, eine aus Wassereis und die dritte aus Schokolade. Die Zubereitung an beiden Wettbewerbstagen findet auf einer großen Bühne inmitten des 8000 Quadratmeter großen Eventraumes statt. So hat das Publikum von den Tribünen aus einen 360 Grad Einblick und kann jeden Handgriff live verfolgen. Insgesamt präsentieren die Finalisten der fachkundigen Jury 69 verschiedene Geschmacksproben. Zu den Bewertungskriterien zählen Darstellung, Geschmack und Originalität der Desserts sowie Hygiene, Pünktlichkeit, Technik und die künstlerische Eleganz. Am späten Nachmittag des zweiten Veranstaltungstages findet schließlich die feierliche Preisverleihung statt.

 

Die Gewinner der letzen drei Veranstaltungen waren 2011 Spanien, 2013 Frankreich und im Jahr 2015 Italien. Als einer der Favoriten für das Siegertreppchen 2017 wird Belgien gehandelt. Das westeuropäische Königreich, das bekannt ist für seine feinen belgischen Spezialitäten wie Schokolade und Waffeln, hat den Podiumsplatz 2013 und 2015 knapp verpasst. Im kommenden Januar möchte das Team Belgien undbedingt wieder zu den Medaillenträgern des Coupe du Monde de la Pâtisserie gehören.

 

 

Fast 30 Jahre Konditoreikunst

Der Coupe du Monde de la Pâtisserie wurde 1989 von Gabriel Paillasson ins Leben gerufen, inspiriert von seinem Freund Paul Bocuse, der zwei Jahre zuvor den Bocuse d’Or gründete. Paillasson wurde 1972 zu Frankreichs Patissier des Jahres gekürt und bekam 1976 den Titel Glacier des Jahres verliehen. Dem renommierten Branchenexperten ist der Wettbewerb von Beginn an eine Herzensangelegenheit. Dank ständiger Weiterentwicklung und einem kontinuierlich hohen Anspruch hat sich der Wettbewerb im Laufe der Jahrzehnte als weltweit größter des Patisserie-Handwerks etabliert. Traditionelle Werte wie Solidarität, Respekt und Präzision sind bis heute verpflichtend. Zunehmend spielt auch der Faktor Innovation eine große Rolle, sollen die Fachmänner aus aller Welt doch Inspiration für Neues sammeln. Der Coupe du Monde de la Pâtisserie setzt Trends, dient als Sprungbrett für junge Konditoren und fördert die Entwicklung neuer Konditorei-Nationen wie Thailand, Indien, Indonesien und Chile. Kollegen aus aller Welt treffen sich hier zum regen Austausch. Alle zwei Jahre wird ein neuer Ehrenpräsident ernannt. 2017 wird es Kamal Rahal Essoulami sein, einen großen Beitrag zur Entwicklung der Konditoreikunst in Marokko geleistet hat.


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